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Das Genre – Orientierungshilfe oder Gefängnis?

Wenn Bücher in eine Schublade gesteckt werden sollen...


Bevor ich begonnen habe, den ersten Band der Reihe „Mein Feuer in deinem Lied“ zu schreiben, wusste ich was das Genre angeht nur zwei Dinge mit Sicherheit: Es wird Fantasy und die Liebe spielt eine entscheidende Rolle.


Während dem Schreibprozess habe ich dann nicht mehr groß über das Genre meines Buches nachgedacht. Ich schrieb und schrieb und schrieb – genau das, was in meinem Kopf war. Als das Manuskript dann fertig war und ich es noch einmal gelesen habe, kam die Erkenntnis: Das ist nicht nur Fantasyromance. Es ist viel mehr. Es ist High Fantasy und Romance, aber auch Dystopie, Abenteuer und ein Hauch Science-Fiction ist ebenfalls in „Drachenküsse im Mondschein“ zu finden. Und noch etwas hatte ich im Hinterkopf: Die nächsten Bände werden stellenweise ein wenig „Dark“. Mehr will ich dazu aber noch nicht verraten.


Ja, nun hatte ich den Salat. Ich hatte ein Buch geschrieben, das man ganz klar als Genre-Mix bezeichnen konnte. Und ich wusste: Genre-Mix ist schwierig zu vermarkten. Hat mich das davon abgehalten, mein Buch auf den Markt zu bringen? Nicht eine Sekunde! Warum? Weil ich denke, dass man manchmal die ausgetretenen Pfade verlassen muss, um etwas Großartiges erschaffen zu können. Ich hatte in meinem Leben schon immer Schwierigkeiten, mich nur auf eine einzige Sache zu beschränken und so war es dann eben auch mit meiner Reihe. Ich breche darin nicht nur was das Genre betrifft viele Regeln – ihr werdet es noch sehen, wenn ihr die Reihe weiterverfolgt. Denn: Was habe ich davon, den millionsten „stinknormalen“ Fantasyromance-Roman zu schreiben, wenn es für mich ein Zwang ist? Und was haben meine Leser*innen davon, wenn sie diese Erzwungenheit vielleicht beim Lesen spüren? Natürlich gefällt das Ergebnis dann nicht allen, aber man kann ohnehin unmöglich jeden Geschmack treffen. Nun ziehe ich es einfach durch, auch auf die Gefahr hin, dass ich damit vielleicht langfristig auf die Nase falle.


Vor allem beim dritten Teil der Reihe habe ich mir oft die Frage gestellt: Kann ich das wirklich schreiben? Verärgere ich damit vielleicht meine Leser*innen? Aber Fakt ist, ich liebe diese Geschichte, so wie sie in meinem Kopf ist. Ich habe es aufgegeben, mich beim Schreiben an zu viele Regeln halten zu wollen, denn das funktioniert für mich nicht. Gerade überarbeite ich Band drei der Reihe noch einmal und bin dabei auf eine Aussage von Rihan gestoßen. Er sagt: „Na, was wohl? Ich breche die Regeln.“ Chapeau, Rihan. Du machst es genau richtig.


Nun schreibe ich einfach, was ich liebe: Die Geschichte von Rihan und Serina, in einer Welt, die komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint. Das alles mache ich in der Hoffnung, dass ihr euch genauso sehr dafür begeistern könnt, wie ich es tue. Ich hege den tiefen Wunsch, dass ihr, meine lieben Leser*innen, offen für Neues seid. "Mein Feuer in deinem Lied" lässt sich schwer einordnen, will sich nicht beschränken, keinen Zwängen unterliegen. Ich versuche, mutig zu sein. Und glaubt mir, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, erfordert viel Mut. Ich lasse meiner Fantasie freien Lauf, in der Hoffnung, euch mit dieser Geschichte auf eine Reise mitzunehmen, die ihr so schnell nicht vergessen werdet.


Alles Liebe, K. J.

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